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Der Stararchitekt Richard Joseph Neutra in Quickborn

Richard Joseph Neutra

Der Architekt Richard Joseph Neutra, geboren am 8. April 1892 in Wien, war ein österreichischer Architekt, der vor allem in Südkalifornien tätig war. Er gilt insbesondere in den USA als wichtiger Vertreter der „klassischen Moderne“ in der Architektur und ist zu einem der bedeutendsten Architekten seiner Zeit aufgestiegen. Neutra ist 1923 gemeinsam mit seiner Frau Dione in die USA auswandert und erhielt im Jahr 1929 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1959 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Richard Joseph Neutra starb 1970 bei einem Besuch in Wuppertal im Alter von 78 Jahren an Herzversagen.

Die Häuser und Villen, welche Neutra vorrangig baute, zeichnen sich durch ihre Großzügigkeit und harmonische Eingliederung in die Natur aus. Neutra entwickelte den modernen, kalifornischen Stil in seinen Entwürfen weiter. Stuckelemente wurden mit leichten Metallkonstruktionen zu einem hellen, Licht und Luft durchlässigen Ensemble verarbeitet. Neutra wurde inspiriert von dem Kontrast geometrischer Formen zur Natur. Er spezialisierte sich auf die Einbettung von Architektur in sorgfältig arrangierte Gärten und Landschaften. Die architektonischen Vorstellungen Neutras orientierten sich in erster Linie an den Wünschen seiner Kunden. Im Gegensatz zu vielen anderen Architekten, versuchte Neutra nicht, seine eigenen Vorstellungen durchzusetzen und ermöglichte den Bauherren, so viele ihrer Sonderwünsche wie möglich umzusetzen. Eines der bekanntesten Gebäude von Neutra ist das für Edgar J. Kaufmann entworfene „Kaufmann Desert House“ von 1946. Dieses entstand in einsamer Landschaft in der Nähe von Palm Springs, Kalifornien. Seine Philosophie fasste Neutra so zusammen: „Man stelle den Menschen in eine Verbindung mit der Natur; dort hat er sich entwickelt und dort fühlt er sich besonders zu Hause.“ Fast alle Arbeiten von Richard Neutra aus der Zeit zwischen 1940 und 1967 wurden in der Zeitschrift Arts & Architecture von John Entenza veröffentlicht.

Neutra-Bungalows in Quickborn, Marienhöhe

Anfang der 1960er Jahre erhielt Richard Jospeh Neutra den Auftrag für eine Bungalow-Siedlung in Quickborn von der Betreuungs- und Wohnungsbaugesellschaft m.b.H. (Bewobau), dessen damaliger Direktor Friedrich Wilhelm Krüger der Vater von Komiker Mike Krüger ist. Die Siedlung entstand auf einer Fläche von ca. 20 Hektar im Süden von Quickborn. Die Wohnflächen der Bungalows betragen ca. 97 bis 160 m² auf Grundstücken von ca. 530 bis 1.380 m². Bei den Bungalows handelt es sich um ein- bzw. zweigeschossigen Einzel- und Doppelhäuser, die in neun verschiedenen Typenbauten erstellt wurden. Bei allen Typenbauten handelt es sich um Flachdachhäuser. Typische Merkmale des Neutra-Stils wie große Glasflächen mit dem so genannten „spider leg“ (eine Stütze für die weit ausragenden Dachüberstände), die einen freien Blick ins Grüne ermöglichen, fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenräumen, Reflexionsbecken im Garten und asymmetrische Grundrisse, die stets neue und andere Durchblicke erlauben, machen diese Häuser zu etwas ganz Besonderem. Von den ursprünglich 190 geplanten Bungalows, wurde aber nur ca. ein Drittel, 67 Bungalows, gebaut. Grund dafür waren die für damalige Verhältnisse hohen Baukosten von bis zu 249.000,00 DM. Diese entstanden unter anderem durch kostspielige Details wie Deckenvertäfelungen aus Douglasie, Chrysler-Airtemp-Warmluftheizungen und Stahlrahmenfenster. Das übrige Baugelände wurde daraufhin mit konventionellen Einfamilienhäusern bebaut.

Um die Vermarktung der Neutra-Bungalows dennoch voranzutreiben warb die Bewobau Wohnungsbaugesellschaft damit, beim Kauf eines der Bungalows einen Volkswagen kostenlos dazuzugeben. Da auch diese Strategie nicht zum gewünschten Erfolg führte, wurden die Kaufpreise letztendlich reduziert. Die Außen- und Gartenanlagen wurden von dem Hamburger Garten- und Landschaftsarchitekten Gustav Lüttge entworfen. Besonders bekannt wurde Lüttge 1953 durch die Gestaltung des Alsterparks. Diese Anlage entstand anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung. Durch die damals von Theodor Heuss eröffnete Ausstellung bekam Gustav Lüttge weit über Deutschland hinaus große Anerkennung.

Die seit 2006 unter Denkmalschutz stehenden Bungalows werden heute als „Liebhaberstücke“ gehandelt, die nur sehr selten zum Verkauf stehen. Die Bewohner schätzen das aus den Entwürfen resultierende Raumgefüge und geben der Neutra-Bungalow-Siedlung in der Marienhöhe in Quickborn eine neue Wertschätzung. Heute, mit fast 60 Jahren Abstand zur Entstehungszeit, gilt die Siedlung in der Marienhöhe, in der man sich wie in „Klein-Kalifornien“ fühlt, als en vogue.

Das Team von BBI Immobilien kennt sich mit den Besonderheiten dieser Immobilien aus und hat diese auch bereits mit dem entsprechenden Know-How erfolgreich vermarktet. Sollten auch Sie Interesse an einem dieser architektonischen Meisterwerke haben, lassen Sie sich gerne dafür bei BBI Immobilien vormerken.

Unser Team freut sich auf Sie!

Stand Mai 2021

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